Im Lehrerzimmer hat jeder die beste Krankenversicherung

Hört man sich unter jungen Lehrerinnen und Lehrern um, stellt man fest: im Lehrerzimmer hat jeder die beste Krankenversicherung. Denn bisher wurde ja immer alles zur vollsten Zufriedenheit bezahlt!

Ob Vorsorgeuntersuchung, grippaler Infekt, Blinddarmoperation oder gebrochener Arm, alles tadellos und ohne Beanstandung. Erkenntnis dieser nicht-repräsentativen Mini-Umfrage: alle Krankenversicherer leisten bei jungen Versicherten bei Standardfällen ohne Gemucke und Gezerre.

Wer daraus schließt, für immer auf der sicheren Seite zu sein, übersieht teilweise folgenschwere Lücken, denn die richtig „dicken Dinger“ fehlen natürlich in der Auflistung oben: wirklich schwere Erkrankungen mit langen Krankenhausaufenthalten, Bedarf eines Krankenfahrstuhls oder Blindenhunds oder allein die fehlende Absicherung der Leistungen, die die Beihilfe gar nicht mehr trägt. Ach ja, und wie war das mit Kurleistungen!?

Kurzum: wenn es richtig blöd läuft, erweist sich die fehlende Tragfähigkeit der eigenen privaten Krankenversicherung erst, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist… Und das ist doof.

Wer noch VOR dem Eintritt in ein Beamtenverhältnis steht, kann diese Fallen umgehen, indem er sich auf Basis eines umfassenden Vergleichs zur Krankenversicherung vor seiner Entscheidung beraten lässt. Denn schlechte und sehr gute Tarife unterscheiden sich preislich gar nicht so stark voneinander, wie man nun vielleicht denkt. Abgesehen davon ist in der Mehrheit der Fälle eine sogenannte Risikovoranfrage bei verschiedenen Anbietern definitiv anzuraten.

Wer bereits versichert ist, sollte folgende Optionen prüfen:

  • Tarifoptimierung bzw. Nutzung von Wechseloptionen
  • Wechsel aus Bisex- in Unisextarif (nur für vor Dezember 2012 Versicherte relevant)
  • als letzte Lösung Wechsel des Versicherers (bei einwandfreiem Gesundheitszustand unter Beachtung der bestehenden Altersrückstellungen)