Beamtenverhältnis

Allgemeines zum Beamtenverhältnis

Während des Refendariats bist Du im Beamtenverhältnis auf Widerruf. 

Im Anschluß daran beginnt i.d.R. das Beamtenverhältnis auf Probe oder Du wirst erstmal vorübergehend als Lehrkraft angestellt. 

Nach einer gewissen Probezeit – oft drei Jahre nach Verbeamtung auf Probe –  erfolgt dann die Übernahme ins Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.  

Das Beamtenverhältnis ist dabei als “öffentlich-rechtliches Dienst- und Treueverhältnis” definiert. Die Beamten schulden dem Dienstherrn eine Dienstpflicht. Diesem obliegt gegenüber seinen Beamten eine Fürsorgepflicht in folgenden Bereichen: 

  • Besoldung
  • Beihilfe bei Krankheit
  • Altersversorgung

Die Besoldung gliedert sich dabei im Kern in die Zeit im und nach dem Referendariat auf. Grund-, Haupt- und Realschule bzw. Oberschule wird nach A12 besoldet, Förderschule nach A13 und Gymnasium/ BBS nach A13 plus Zulage. Im Referendariat werden Anwärterbezüge gewährt, diese liegen derzeit in Niedersachsen zwischen 1.240 EUR und 1.320 EUR brutto monatlich.  

Nach dem Referendariat fließen in der Regel Gehälter von deutlich über 3.000 EUR brutto monatlich. Dazu kommen schulformabhängig die allgemeine Stellenzulage (Gymnasium, Förderschule, BBS) und unabhängig von der Schulform eventuelle Familienzuschläge (bei Verheirateten und wenn man Kinder hat). 

Zwei wesentliche Punkte sind versicherungsseitig zu beachten:  

  1. Die Beihilfe bei Krankheit ist „nur“ anteilig (50% oder 70%) – die Differenz zu 100% muss   versichert werden. Hier bieten sich die sogenannten Beihilferestkostentarife der privaten   Krankenversicherer an. Gesetzliche Krankenkassen sind hier im Nachteil, da diese nur   100%-Tarife kennen und keinen Ergänzungsschutz für Beamte bieten. Die Beihilfe wird hier   nicht berücksichtigt, deswegen sind die gesetzlichenKrankenversicherer  indiesem Fall in   der Regel auch deutlich teurer.   
  2. Garantierte Leistungen des Dienstherrn bei Dienstunfähigkeit fließen erst nach Verbeamtung   auf Lebenszeit. Und auch dann ist zunächst ein Mindestabsicherungsniveau erreicht, das noch   recht bescheiden ist. Deswegen sollte man sich frühzeitig mit einem flexiblen Modell der ergänzenden Dienstunfähigkeitsversicherung befassen.

Alle weiteren Informationen zu den Themen Altersvorsorge, private Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Dienstunfähigkeitsversicherung sowie zu vermögenswirksamen Leistungen findest du auf dieser Website oder zusammengefasst als Download direkt weiter unten.

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